Eine kleine Anleitung zum Bau einer Bombe

Wenn der Magen knurrt und ein Bielefelder Bürger zu speisen beliebt, so steht nur eine geringe Auswahl an außerhäusigen Optionen zur Verfügung. 

Aus Gründen der örtlichen Verfügbarkeit fiel die Wahl auf einen Manufakteur von Fleischbratlingen im Brötchen, der urbanen Legende nach benannt nach der schönsten Hafenstadt der Welt, Hamburg. 

Bei Betreten des Speiselokals erfragte die typischerweise migrantische, sehr deutschkundige und zudem ausnehmend höfliche Kundenberaterin erstmal den Verbleib meiner Maskierung. Ich erwiderte, dass ich aus medizinischen Gründen eine Maske nicht tragen könne. Sie fragte zugegebenermaßen forsch, um welche Krankheit es sich denn handele.

Ich entäußerte meine gesundheitlichen Notwendigkeiten: Ich leide an Atemwegsproblemen. 

Die Kundenberaterin fragte, ob ich eine Bescheinigung hätte. Selbstverständlich, erwiderte ich, ob sie diese sehen wolle, oder ob sie es mir auch so glaube. 

Sie meinte, dies wäre nur wichtig, falls die Polizei komme. 

Die arme Zeitgenossin… ich weiß aus konkreter Nachfrage bei den Staatsorganen in mehreren Bundesländern, dass die Polizei dieses nicht zwangsläufig kontrolliere. 

Nun kamen wir zum kulinarischen Teil… welchen ich aus gourmetologischen Erwägungen nicht benennen mag. 

Da ich nun im Lokal speisen wollte, musste ich meine Adresse hinterlegen. Gut, dass ich Bielefelder bin und entsprechend meine dortige Anschrift jederzeit hinterlegen kann… 

Interessant war es danach, als der folgende Kunde dran war… dieser vulgarisierte lautstark, warum er denn eine Maske tragen müsse, wenn ich dies nicht bräuchte… 

Glücklicherweise kann ich ordnungsgemäß und rechtstreu meine Beweggründe mit preußischer Ordnung dokumentiert nachweisen. 

Dennoch wäre es schön, wenn künftig mehr Bielefelder ihre Anschrift in Listen niederschrieben und sich der freiheitlich-demokratischen Persönlichkeitsentfaltung hingäben. Dies verbessert das Sozialklima ungemein.