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Durch die Hintertür nach Schlesien, Teil 1

Meine Reise beginnt wie die meisten Reisen im hohen Norden. Ich bin fest entschlossen, meinem Stammfluss, der Elbe, treu zu bleiben. Nicht ganz so klangvoll wie der Rhein oder Donau ist der Name „meiner“ Flüsse, dennoch ist die Reise mit einem Zwischenstopp im so genannten „Elbflorenz“, Dresden, verbunden, bevor sich mein EuroCity durch das Elbetal nach Böhmen schlängelt. Etwas verwunschener als die Rheinromantik, dafür umso ergreifender die herbe, aber irgendwie dennoch liebliche, oft nebelverhangene Kulisse, die sich mir vom Zugfenster aus bietet. Das Reiseziel ist zunächst Prag. Die alte Kaiserstadt thront an den Ufern der Moldau, einem Nebenfluss der...

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Zu Pfingsten auf dem Markt der Möglichkeiten

Ein Dialog der neuen Religionen. Der Sonntagsspaziergang führt den geneigten Flaneur zu den Ausgussstellen des Heiligen Geistes. Auf einer Bank pausierend, stehen zur Linken die Jünger des gekrönten Virus Schlange am Testzentrum, die vor Freude über die ihnen zuteil gewordene Absolution ihre Masken in den Park werfen; zur Rechten stehen die Klimageddon-Propheten und mahnen frisch geheilte Sünder zum treuen ökologischen Wandel. Es hat etwas vom Kirchentag, diese mondäne Schwärmerei: Ich fühle mich wie Martin Luther, der dem Dialog zwischen der judäischen Volksfront und der Volksfront von Judäa...

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Vom Verlust der Freiheit

[Lesezeit ca. 2 min.] Jedem, der in der Tiefe verstehen möchte, was eigentlich gerade mit unserer Gesellschaft und unserem Land geschieht, sei das Buch „Vom Verlust der Freiheit“ des Psychotherapeuten und Künstlers Raymond Unger dringend empfohlen. Unger gibt unserer misslichen Gegenwart in den Facetten der Banken-, Flüchtlings-, Klima-, und Coronakrise auf 520 Seiten den Raum, den es braucht, um die Zusammenhänge von Grund auf zu beleuchten. In der Lektüre erkennt man schnell: Die unfassbaren Zustände der Manipulation, der Gängelung und Entmündigung sind nicht erst mit der vielfach so genannten Coronakrise vom Himmel gefallen. Diese Entwicklung machte es lediglich für...

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Wo geht’s nochmal zum Wohlgefallen?

[Lesezeit ca. 2,5 min.] Haben wir eigentlich noch einen Lockdown? Auf Deutsch sagte man wohl Ausgangssperre (das Wort zeigt, warum man lieber das nicht so verständliche Fremdwort benutzt – nagte doch sonst hartnäckig die Frage, wer mir eigentlich den Ausgang sperren dürfe – und warum? Gefahr des Denkens durch Unverständlichkeit gemildert!). Meine Frage ist aber durchaus ernst gemeint. Da ich keine Nachrichten konsumiere, geht vieles des Spektakel an mir vorüber. Als ich so aus meinem Fenster blickte und dem Frühling bei der Weigerung beobachtete, der globalen Erwärmung zu folgen, kam mir diese Frage. Und auch der wievielte Lockdown das...

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