Raus aus der Komfortzone II

(von Sven Stemmer, Lesezeit ca.:  4 min.)

Langsam neigt sich der Oktober in Richtung November, finstere Wolkenkolonnen saugen immer öfter das ganze Sonnenlicht auf und kalter Regen peitscht über das Land. Kurz: Wir haben übermäßig viel Grund, uns zu Hause auf dem Sofa einzuigeln und in unserer Komfortzone zu versinken. Das mag für einen Abend in Ordnung gehen, aber immerhin müssen wir jetzt mit vier bis fünf Monaten ungemütlichem Wetter rechnen, und es kann nicht gut sein, so lange vor sich hinzuoxidieren. „Raus aus der Komfortzone II“ weiterlesen

Raus aus der Komfortzone I

(von Sven Stemmer, Lesezeit ca.: 4 min.)

Eine sehr kluge Person erklärte mir kürzlich ihr Vorhaben, sich gelegentlich neuen Erfahrungen auszusetzen. Und zwar unter anderem genau solchen, von denen sie denkt, dass sie sie vielleicht gar nicht so interessant, langweilig oder sogar gewöhnungsbedürftig findet. Der erste Gedanke ist vielleicht, dass das Zeitverschwendung sei. Tatsächlich aber versauern wir doch allzu oft in unserem alltäglichen Trott, folgen eingefahrenen Routinen, ja werden vielleicht – in besonders drastischen Fällen – ein wenig wunderlich. Da kann ein neuer Eindruck oder eine völlig andere Erfahrung sehr heilsam sein. „Raus aus der Komfortzone I“ weiterlesen

Jenseits des Nichts V

(von Sven Stemmer, Lesezeit ca. 7 min.)

Warum gibt es zwischen Menschen häufig die große Leere? Was sollte eigentlich dort sein? Einsamkeit entsteht aus Mangel an Zuwendung und Vertrauen, an menschlichem Engagement und Einfühlung. Das Nichts breitet sich dort aus, wo sich Menschen aus dem Staub gemacht haben. Freilich nicht physisch. In der Regel lassen sie ihre Körper an den Orten, wo sie gebraucht werden: Bei der Arbeit, im Sportverein oder zu Hause, wo sie das Abendessen für die Familie vorbereiten. „Jenseits des Nichts V“ weiterlesen

Jenseits des Nichts IV

[von Sven Stemmer, Lesezeit ca. 6 min.]

Nehmen wir die Herausforderung an, verschaffen uns ein realistisches Selbstbild und vollziehen den Wandel, weg von allem, was wir nicht wollen und hin zu einer förderlichen Alltagspraxis. Es stellt sich die Frage, woran wir merken, dass wir diesen Wandel – zumindest ausreichend – vollzogen haben. Ich denke, ein guter Anfang ist, ein zufriedenes Leben zu führen und sich erst einmal in jeder erforderlichen Hinsicht um sich selber zu kümmern. Also … schön wohnen, angenehm arbeiten, gut essen, ausreichend bewegen, schön kleiden, Körperpflege usw.. Und dann können wir versuchen, Vorbild zu sein, auch mit der Ruhe und Gelassenheit, die wir ausstrahlen. Denn dadurch bauen wir bereits an den Brücken zu den anderen. „Jenseits des Nichts IV“ weiterlesen

Jenseits des Nichts III

[von Sven Stemmer, Lesezeit ca. 6 min.]

Die unmittelbar beglückende, körperliche und sinnliche Erfahrung, die wir machen, wenn wir nach langer Zeit wieder einmal einen nackten Fuß aufs Gras setzen, salzige Seebrisen einatmen, die andächtige Stille eines Herbstwaldes betreten oder die Beine in ein eisiges Kneippbecken stellen, stoßen eine Tür auf, durch die wir sofort einen starken Kontakt zu uns selber herstellen. Wir bekommen ein starkes und gutes Selbstgefühl. „Jenseits des Nichts III“ weiterlesen

Jenseits des Nichts I

von Sven Stemmer [Lesezeit ca. 3 min.]
Wenn man noch vor einem Jahr ins Kino ging, um einen Marvelstreifen zu sehen, konnte man sich auf eine rasante und bonbonbunte Action-Geschichte voller Blödsinn und Situationskomik freuen, die einem schön die Sorgen aus dem Gehirn blies. Mittlerweile hat das Schicksal der Bondfilme, die seit Casino Royal mit Daniel Craig [2006] nicht mehr im mindesten komisch sind, auch die Superheldenfilme ereilt. „Jenseits des Nichts I“ weiterlesen

Ach, Patriotismus

von Sven Stemmer [Lesezeit ca. 4 min.]

,Patriotismus‘ – wird zuweilen Oscar Wilde zitiert – ,Patriotismus ist die Tugend der Boshaften‘. Oscar Wilde wird eine gehörige Portion Narzissmus nachgesagt. Wenn auch ;Das Bildnis des Dorian Gray“ diese Vermutung stützt, möchte ich mich da nicht festlegen. Indes klingt dieser Satz ein wenig selbstgefällig und da ich den Zusammenhang nicht kenne, kann ich den Eindruck nicht korrigieren. „Ach, Patriotismus“ weiterlesen