.. Installationen im öffentlichen Raum.

von Sven Stemmer [Lesezeit ca. 1,5 Minuten]

Wenn man sich den Blick für die Schönheit und Poesie des Alltags erhalten hat, entdeckt man in Feld und Flur und auch in den urbanen Räumen Bilder von entrückender Schönheit und prägender Kraft. Es sind gleichsam Stilleben des Zufalls, die einen van Gogh zum Pinsel, einen Rilke zur Feder oder eine Sherman zum Fotoapparat greifen ließen.

Es verdichten sich Eindrücke, die das menschliche Wachsen und Streben in solcher Tiefe erschließen, dass man vor Erfurcht erschauert und sich der stillen Betrachtung hingibt. Ein Ort an dem sich solche Rauminszenierungen immer wieder finden, ist die Treppe zum Hof einer kleinen Grundschule in meiner unmittelbaren Nachbarschaft. Da sieht man dann dies:

Da ich direkt neben dieser Ausstellungsfläche wohne, bekomme ich des Nachts auch stets mit, in welch aufwändiger Produktion solche Kunstwerke entstehen und habe eine recht genaue Vorstellung von den Künstlern. Ich bin versucht an das Orgien-Mysterien-Theater des Hermann Nitsch zu denken  (siehe auch hier) und erkenne mit Beuys: Ja, jeder Mensch ist ein Künstler.

Diese skulpturale Installation nun ist treffend mit dem Titel „Jugend“ umschrieben, und wirklich: Weht aus diesem Bild nicht ein Hauch von Freiheit, von idealistischem Gestaltungswillen und einem kaum stillbaren Durst nach Zukunft? Hach, einmal noch sechzehn sein! .. Sie sehen es nicht? Moment, vielleicht so?

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