Universités: l’appel des intellectuels pour protéger la liberté d’expression

von Sven Stemmer, Lesezeit ca. 2 min.

Auch in Frankreich werden die Universitäten zusehends zur Kulisse für die Selbstdarstellung extremistischer Ideologen aller Couleur. Wer selber eine Universität besucht hat, kennt das Milieu, das die Leistungsverweigerung zum Prinzip erhebt und sich in einem politischen Sendungsbewusstsein suhlt, dass einem die Spucke wegbleibt. Derweil blockieren sie Studienplätze, für die sich vermutlich leicht motiviertere Kandidaten finden ließen. Sei es drum. Die Kosten für den Sandkasten, in dem sich die Opfer eines voranscheiternden Bildungssystems einwanzen, sollten wir als geringes Invest betrachten, um Schlimmeres zu verhindern. Gar nicht auszudenken was los wäre, wenn solche Personen versuchten, in der wirklichen Welt tatsächlich relevante Aufgaben zu übernehmen (also auch außerhalb von Parteiorganisationen).

Unschön wird die Situation dann, wenn diese [selbsterklärten (!)] Verächter von Fakten, kohärenten Argumentationen und ganz allgemein Bildung beginnen, andere am Denken, Forschen und Lehren zu hindern. Vorzugsweise mit Gewalt. Die Grenze zum Terror wird da auch schon mal überschritten. Anders ist es jedenfalls kaum erklärlich, warum immer mehr Veranstaltungsorte Mietverträge aus Sicherheitsbedenken für die Vortragenden und Teilnehmer kündigen. Es ist nur nachvollziehbar, dass Menschen, die sich willentlich und systematisch die Fähigkeit zum Selberdenken beim Chorblöken mit den anderen Schafen abgewöhnt haben, sich von intelligenten und engagierten Menschen bedroht fühlen. Das allerdings sind Befindlichkeiten, die sie mit ihren Therapeuten oder in ihrer Matetee-Selbsthilfegruppe … nun … besprechen sollten. Wenn sie versuchen uns alle im öffentlichen Raum ihre vollendete humanistische Inkompetenz aufzuzwingen, ist das ein Fall für die Polizei.

Das sehen mittlerweile auch 100 unterzeichnende französische Intellektuelle so. Im Figaro veröffentlichten sie einen Aufruf, in dem sie fordern:

Die Redefreiheit muss von den Universitätspräsidenten garantiert und verteidigt werden (…) Mit ihrem Hausrecht können und müssen sie sicherstellen, daß solche Vorträge und Konferenzen unbehelligt stattfinden, wobei im Zweifelsfall auch die Polizei zu rufen ist.

Es scheint, das Maß ist so langsam voll:

EXCLUSIF – Plus de 100 universitaires, intellectuels et essayistes s’inquiètent de la multiplication des actes de violence dans les universités, dans une tribune exclusive du Figaro.

Plusieurs événements récents démontrent que la liberté d’expression et de communication est entravée dans les universités françaises. Ces derniers mois, pas moins de cinq manifestations ont été annulées par des universités suite à des menaces émanant de groupes de pression divers et d’organisations d’extrême gauche. À chaque fois, les organisateurs ont renoncé au prétexte qu’ils ne seraient pas en mesure d’assurer la sécurité des participants et du public.

In Gänze hier zu lesen!

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